Portishead in Portishead

12. April 2008

Das war er also, der Livestream von Portishead:

Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund will mir WordPress das Video nicht einbinden, deshalb hier nur der Link.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass Portishead live so gut funktionieren können, für mich hatten sie immer eher so ein „elektronisches“ Studio-Feeling. Weit gefehlt. Dieses Konzert gehört wirklich in Kategorie „Gänsehaut“. Unglaublich, mit wie wenig Tönen die Band so viel Stimmung und Spannung erzeugt. Dabei fällt man nie in „typische“ Rock-Arrangements oder dergleichen zurück. Die Instrumentierung bleibt stets ungewöhnlich, der Klang oft spröde und zerbrechlich. So gesehen liefert die Band hier ein Meisterstück in Sachen Minimalismus ab. Und mir gefällt’s, obwohl ich, was Musik betrifft, eigentlich überhaupt nicht ein Anhänger der Weniger-ist-mehr-Fraktion bin. Ja, Angst muss ich fast haben, dass mir Protishead die Liebe zum Prog austreiben…

Besonders erwähnt werden muss der bereits zuvor veröffentlichte Song „Machine Gun“ (21:00): Zuerst dieses simple E-Drum-Motiv und dazu dann, fast verloren wirkend, die Stimme von Beth Gibbons, die merkwürdigerweise gleichzeitig leidend und trotzdem so präsent klingt. Gänsehaut. Dann wird der Haupt-Rhythmus ordentlich durch die Effektmangel gedreht und es folgt eine Stelle, die fast an Bombast erinnernt und mich irgendwie an Genesis aus den 80ern denken lässt [sic]. Aprubt endet der Song, man ist geneigt, die (im streamenden Video natürlich gar nicht vorhandene) Repeat-Taste zu drücken…

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