Kaki King

19. September 2008

Wirkliche Innovationen im Bereich des Gitarrenspiels scheinen in den letzten 10 bis 20 Jahren eher selten geworden zu sein. Zumindest in meiner kleinen Rock-Metal-und-ein-bisschen-Jazz-Welt hat sich nach Typen wie Eddie van Halen, Joe Satriani, John Petrucci und vor allem Steve Vai nicht mehr viel getan. Damit meine ich selbstverständlich vor allem die spieltechnische Seite, dass stilistisch mit Grunge, Nu Metal, Prog Metal usw. auch in den letzten beiden Jahrzehnten äußerst viel passiert ist, will ich überhaupt in Abrede stellen.

Dennoch schien es, als wären die Damen und Herren GitarristInnen spieltechnisch am Ende der Fahnenstange angelangt. Dementsprechend überrascht war ich, als mir vor ein paar Jahren über ein Werbevideo des Gitarrenherstellers Ovation folgendes zu Ohren und Augen kam:

Da stand sie also da, Kaki King, diese kleine New Yorkerin und bediente ihre Gitarre, wie zumindest ich es nie zuvor gesehen hatte. Virtuos, aber ganz weit entfernt von den Frickeleskapaden der oben genannten Herren. Da war ich erst mal ganz schön von den Socken und auch die anderen Videos auf ihrer Website ließen mich staunen. Ich kann mich noch daran erinnern, dass ihr damals aktuelles Album in Deutschland nur zu horrenden Import-Preisen zu haben war und ich deshalb ein Exemplar aus Kanada mitbrachte.

Zwischendurch geriet Kaki bei mir etwas in Vergessenheit, bis ich vor kurzem mal wieder auf die Idee kam, mir mal wieder das oben gezeigte Video anzusehen. Und was ich fand ich dabei heraus? Die Gute hat in der Zwischenzeit zwei weitere Alben herausgebracht. Ihre neueren Stücke scheinen bandorientierter zu sein, was mir zunächst nicht so behagte, da Kakis Gitarrenkünste so etwas in den Hintergrund gerieten. Aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass sich bei genauerem Hinhören noch einige Details ergeben werden. (In jedem Fall ist das Video zu „Pull me out alive“ schon mal sehr innovativ gemacht.) Welches Stück mir noch auf Anhieb gefiel, war aber „Gay sons of lesbian mothers“ (was für ein Titel) von ihrem vorletzten Album „…until we felt red“:

Und wie ich mich dann noch auf Kakis Myspace-Seite umschaute, erfuhr ich, dass sie am Montag hier in Berlin spielt, aaaaaaaaahhhhhhhh.

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