In letzter Zeit ist mir häufiger aufgefallen, wie viel hochwertige Software man mittlerweile dank open source und ähnlicher Konzepte für Umme bekommt. Alter Hut, werden einige jetzt sagen. Egal, ich finds trotzdem faszinierend.

Es geht ja schon beim Betriebssystem los. Ok, zugegeben, ich benutze noch Windows, habe aber ernsthafte Pläne, mir demnächst zusätzlich noch eine Linux-Distribution, etwa Ubuntu, auf den Rechner zu spielen – alleine schon, damit die ganzen Mac-User nicht mehr auf mich herabschauen können; … Spaß beiseite, die praktischen Gründe und die Neugier überwiegen natürlich den Prestige-Kram). Und Ubuntu gibts eben für lau, ebenso wie die vielen vielen einfach integrierbaren Zusatzprogramme.

Aber selbst für Windows-Nutzer  ist der open-source-Kuchen groß und lecker. MS Office? Braucht man eigentlich nicht mehr. OpenOffice gibts für umsonst, und das mit gleichem (bzw. sogar größeren) Funktionsumfang und angeblich auch absturzsicherer. (Leider leidet aber auch OO an einigen Macken, die man schon von Office zu Genüge kennt.)

Sollte man, speziell für längere Dokumente, schickeren Textsatz benötigen, greift man auf eine der freien LaTeX-Distributionen, z.B. MiKTeX zurück (wer jetzt an Fetisch denkt, liegt falsch, wobei auch LaTeX-User teilweise eine fetischartige Beziehung zu ihrer Markup-Language entwickeln; mehr dazu bei Wikipedia). Den passenden Editor gibts natürlich auch gratis (z.B. TeXnicCenter).

Intuitiv zu bedienen ist LaTeX ja nicht gerade, aber auch um dieses Problem zu beheben, ist nicht unbedingt der Kauf eines 50 Euro teuren Buches vonnöten. Dokumentationen und Kurse gibts auch kostenlos im Netz: Etwa bei WikiBooks, oder bei Tobias Erbsland (beide unter GNU-Lizenz). Nicht ganz so frei, aber immerhin auch kostenlos ist der umfangreiche Kurs den die FernUni Hagen zum Download anbietet.

Sollte man dem Internet immer mal erzählen wollen, was man schon wieder für tolle open-source-Fänge an Land gezogen hat, so nimmt man eben WordPress. Mit etwas Fummelei kann man das auch für „normale“ Homepages benutzen. Achja, die Daten schießt man übrigens mit WinSCP auf den Server. (Den Webspace muss man allerdings schon noch bezahlen.)

Etwas Naheliegendes habe ich noch vergessen: Um an die vielen open-source-Leckerbissen zu kommen, muss man natürlich durchs Internetz navigieren. Dabei hilft klarerweise Firefox (oder Opera, wobei der nicht open source ist, aber dennoch kostenlos) und wenn man nicht ständig mit Webmailern arbeiten will, so kann man seine Mails auch mit Thunderbird schreiben, empfangen und verwalten.

Und welche opensourcige oder anderweitig freie Software nutzt ihr so?

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