Der Bremer Linguistikprofessor Anatol Stefanowitsch lässt sich auf seinem Bremer Sprachblog gerne über die sogenannten „Sprachnörgler“ aus, über solche Leute also, die befürchten, die Deutsche Sprache sei durch den Einfluss des Englischen und die angebliche Gedankenlosigkeit ihrer Sprecher dem Verfall nahe. Regelmäßig nimmt er die Argumentationen solcher Sprachnörgler wissenschaftlich fundiert auseinander und zeigt, dass dahinter im Normalfall ziemlich viel heiße Luft steckt und dass das Deutsche demnach wohl eher wenig zu befürchten habe.

Letztens hat er einen Artikel des Linguisten Guy Deutscher verlinkt (sorry es kann sein, dass dieser nicht mehr verfügbar ist, da die Artikel der SZ nach einiger Zeit oftmals im kostenpflichtigen Archiv verschwinden). Dieser verfolgt solche Verfallsängste bis in die Zeit des Lateinischen zurück und zeigt, das offenbar in vielen Sprachen und Zeiten ähnliche Bedenken bestanden. Ein Absatz daraus spricht auch auf das Französische an und trifft damit ein Thema, über das ich auch schon öfter nachgedacht habe:

Den Rest des Beitrags lesen »

Werbeanzeigen

Hauptsache italienisch

10. August 2008

Gestern in Bamberg gesehen:

Cappuccino? Carpaccio? Caravaggio? Is doch Wurscht, Hauptsache italienisch…

Wobei es mich bei der derzeitigen Manie, den Kaffee mit immer neuen Geschmacksrichtungen zu versehen, auch nicht wundern würde, wenn es demnächst tatsächlich Pilz-Cappuccino gäbe. In umgekehrter Richtung gibt es da ja schon einige, eher beängstigend stimmende, Experimente.

[Ich gebe übrigens zu, dass ich die Schreibweise von „Cappuccino“, „Carpaccio“ und „Caravaggio“ vorsichtshalber nachgeschlagen habe und dabei feststellte, dass ich intuitiv nur eines der Worte, nämlich „Carpaccio“, richtig geschrieben hätte. Und das als Teilzeit-Romanist (allerdings nicht Italianist), neinneinnein.]