Musikdienste im Netz sind ja nun wahrlich nichts Neues. Grooveshark [via 1000ff] tut sich da schon aus der Masse hervor, und zwar dadurch, dass er eigentlich zu schön ist, um wahr (und legal) zu sein. Angeblich jeden Song kann man da bekommen (was selbstverständlich nicht stimmt): Man tippt den Namen ein und schon hat man den Stream. Man kann sich aus den Liedern dann Playlisten basteln, daraus Widgets machen und diese einbetten, verschicken usw. Das geht weitestgehend sogar ohne Anmeldung. Eine Anmeldung erlaubt dann noch das Abspeichern der Listen. Die Stücke runterzuladen, ist dann – jedoch gegen Bezahlung – auch möglich. Achja, das ganze ist übrigens ziemlich einfach und intuitiv zu bedienen.

Zugegeben, mittlerweile bietet auch last.fm jede Menge Titel zum direkten Stream (also nicht im Radio-Modus) an, aber Grooveshark toppt das, so würde ich noch behaupten, noch um einiges. Wie gesagt, die Idee ist super, aber ich frage mich, ob das diverse Labels genauso sehen. Ein weiteres Problem dürfte sein, dass man sich mit dem Einbinden eines solchen Widgets selber in Gefahr bringt, eine nette Klage am Hals zu haben (oder sehe ich das falsch?). Immerhin, rein formal betrachtet, sieht alles sehr sauber und professionell aus: Es gibt Ansprechpartner, ein Impressum, echt wirkende Post-Adressen, Nutzungsbedingungen usw (Was ja nicht unbedingt so sein muss.)

Eine schon etwas ältere (sich ähnliche Gedanken machende Blogeinträge) lassen darauf schließen, dass es den Service schon eine Weile gibt. Und da er noch am Netz ist, sind meine Bedenken vielleicht überzogen. Weiß vielleicht jemand mehr?

Der Neue-Musik-Komponist Johannes Kreidler hat ein 33-sekündiges Stück komponiert, in dem nach eigenen Angaben 70200 Zitate anderer Musikstücke enthalten sind. Und wie es sich für einen ordentlichen Urheber gehört, möchte er dieses Stück bei der GEMA ordnungsgemäß anmelden. Dazu muss er jedes Zitat auf einem Formular nachweisen. Die entstehende 70200 Formulare will er dann am 12.September beim GEMA-„Hauptquartier“ in Berlin abgeben. Mit dieser Aktion möchte er die Grenzen des derzeitgen Urheber- und Verwertungsrechts aufzeigen und für neue Methoden des Urheberrechtsschutzes werben. Hier der Trailer:

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